DT – Neubau österreichische Botschaft Bangkok

Wettbewerb Anerkennungspreis

Neubau österreichische Botschaft Bangkok

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Projekt Daten

Ort: Bangkok, Thailand
Klient: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Nutzfläche: 680m2
Wettbewerb: 2013
Errichtungskosten: –  Euro (excl. MwSt.)
Status: Wettbewerbsbeitrag, Anerkennungspreis
Projekt team: Alexander Matl, Thomas Buseck, Hannes Tallafuss

Konsulenten:
Haustechnik: Transsolar Klima Engineering, München (DE),
Statik: Brandstätter ZT GmbH, Salzburg (AT)

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Projektbeschreibung

Eine der wesentlichen Aufgaben einer offiziellen Vertretung eines Landes ist die Vermittlung und Verständigung zwischen den jeweiligen Kulturen. Die Botschaft soll ein Ort der Begegnung sein, der mittels Kommunikation, Verständnis und Respekt für eine pluralistische Gesellschaft fördert. Diese Geisteshaltung sollte sich nicht nur in zwischenmenschlichen Beziehungen manifestieren sondern auch in einer architektonischen Haltung widerspiegeln.

Die Schaffung eines Kommunikationsraumes für individuelle und kollektive Öffentlichkeit findet sich auch in unserem Entwurfsansatz wieder. Neben einem repräsentativen Multifunktionsraum für Veranstaltungen und Ausstellungen, im Inneren, entsteht auch ein öffentlicher Platz. Diese urbane Platzsituation erzeugt eine hohe Präsenz und Identifikationsmöglichkeit an der vorbeiführenden Straße. Durch das Abrücken von der Straßenflucht ordnet sich der Baukörper städtebaulich als Bindeglied in eine sehr heterogene, gegenwärtige Bebauungsstruktur ein. Die Fassadenfronten der Nachbargebäude dienen dabei als Bezugslinien und werden in die Gebäudestruktur aufgenommen.

 

Ein zentrales Thema im Projekt ist die Generierung einer Atmosphäre des offenen Empfangs. Diese soll nicht nur von Botschafts- und Veranstaltungsbesuchern in Anspruch genommen werden, sondern auch durch den öffentlichen Vorplatz, von Besuchern der Konsulats und Visaabteilung erlebbar sein. Die erforderlichen sicherheitstechnischen Zugangsbeschränkungen werden durch eine integrative Einbindung in das Gebäude geschaffen. Das heißt die Begrenzungsmauern des Botschaftsgeländes werden als raumstrukturierende Elemente in den Innenraum weitergeführt.

 

Bei der Organisation und der Orientierung des Gebäudes wurde auf die traditionelle Bauweise bezuggenommen. Das klassische Thai Haus besteht aus einzelnen Räumen (Bauteilen) die über eine große, aufgeständerte Veranda verbunden waren. Die gesamte Gebäudestruktur wurde entlang einer Ost-West Achse orientiert um die Sonneneinstrahlung zu minimieren. Dieses Bauschema ist in den Entwurfsansatz miteingeflossen und führt zur Orientierung der Kommunikationsachse im Zwischenraum der beiden Baukörpern, sowie zur frei organisierten Empfangszone im ersten Obergeschoß der Botschaft.