DT – Museum Festung Hohensalzburg

Projekt

Zeughaus-Museum Festung Hohensalzburg

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PROJEKT DATEN

Ort: Salzburg, Österreich
Bauherr: Burgen und Schlösser Salzburg
Nutzfläche: 750m2
Status: in Planung
Projekt Team: Alexander Matl, Andreas Körner

Fachplaner:
Haustechnik: Dick + Harner GmbH
Bauphysik: IB Rothbacher
Denkmalschutz: Dr. Fuchsberger
Geometer: Linsinger ZT GmbH
Brandschutz: TB Golser

02
Projektbeschreibung

Die Erwartung an zeitgenössische Museen geht über den rein didaktischen Anspruch hinaus. Das starre Exponat tritt zu Gunsten einer aktiven Erlebniswelt in den Hintergrund. Pre-Show: Der Beginn der Ausstellung dient dazu den Besucher durch grundsätzliche Informationen auf die Ausstellung vorzubereiten und den persönlichen Zugang zum Thema zu ermöglichen.

Der Raum soll die kontemplative Eintauchphase in die Ausstellungsthematik erleichtern. Dieser Bereich ist als Schleuse zwischen dem Eingangsbereich und der Hauptausstellung konzipiert um auf das Gezeigte vorzubereiten. Der Raum ist als Black- Box konzipiert (abgedunkelter Raum) wodurch die Konzentration des Besuchers gänzlich auf be- oder hinterleuchtete Text- und Bildtafeln sowie Videoschirme gelenkt wird. Ablenkungen durch bauliche Elemente des Raumes werden dadurch minimiert.
Hauptausstellung: Aus der abgedunkelten Pre- Show betritt man den Hauptraum der Ausstellung. Diese, aus dem 17. Jh. stammende, Halle mit großem Pfeilergewölbe beherbergt die Hauptausstellung. Im Gegensatz zur Pre- Show wird die Architektur durch Tageslicht und künstliche Beleuchtung erfassbar. Die durch die Pfeiler des Gewölbes rhytmisierte Halle ermöglicht eine freie Durchwegung der Ausstellung in der zwei Multimediazonen und ein Black-Box Raum interaktive Teilbereiche bilden. So ist es dem Besucher möglich den Umfang der Ausstellungsstücke bei betreten dieses Raumes zu erfassen und einen eigenen Weg von Objekt zu Objekt zu wählen. Dieser nicht lineare Aufbau ermöglicht ein individuelles Erforschen der gezeigten Exponate. Das fördert wiederum die Eigenidentifikation mit der dargestellten Geschichte. Um kognitives und emotionales Erfassen zu fördern ist es wichtig vielfältige Ausstellungstypen in der Hauptausstellung zu präsentieren. Neben klassischen Exponaten (reale Objekte, Artefakte) sind multimediale Bereiche (bewegte Bilder, Wand/Bodenprojektionen), multisensorische (umfassende Installationen die den Besucher physisch, intellektuell und emotional berühren) Hands on Objekte vorzusehen die das Erfassen (im wahrsten Sinne) des Themas ermöglichen. Entdecken, Verstehen, Erinnern stehen im Mittelpunkt dieses Konzeptes das das geistige Erleben des Ausstellungsinhalts fördert.
After- Show: Der letzte Abschnitt des Hauptraumes ist der conclusio vorbehalten. Dieser Bereich bietet Platz zur Reflexion des gezeigten und dient der Verknüpfung der Ausstellung mit der Gegenwart.