DT – Salzachsteg Süd, Salzburg, 2009

Wettbewerb

Salzachsteg Süd, Salzburg, 2009

01
Projekt Daten

Ort: Salzburg, Österreich
Bauherr: Stadtgemeinde Salzburg
Nutzfläche – m2
Status: Wettbewerbsbeitrag
Kosten: 2.000.000 Euro (excl. MwSt.)

Konsulenten:
Knippers Helbig (DE)

02
Projektbeschreibung

Der Uferbereich der geplanten Brücke ist gekennzeichnet durch sehr unterschiedliche Strukturen. Die eine Seite wird durch eine heterogene, kleinräumliche Bebauung mit vorstädtischem Charakter bestimmt. Auf der anderen Seite liegt ein landschaftlich wertvolles Auwaldgebiet.

Der Gegensatz Siedlungsraum / Naturraum ist das bestimmende Entwurfskriterium.

Als artifizielle Landschaft verbindet die Brücke die beiden gegensätzlichen Seiten und verknüpft Landschaft und Bauwerk. Auf der Josefiau-seite öffnet sich der Auwald zu einer „grünen Bucht“. Die natürlichen Topographielinien und das Wegenetz des Auwalds werden in dieser platzartigen Aufweitung am Brückenende zusammengeführt, in den Strukturlinien des Brückentragwerks wieder aufgenommen und zur Aigener Seite fortgesetzt. Die Strukturlinien der Brücke sind aus Lamellenträgern gebildet die sich je nach statischer Erfordernis bündeln oder aufweiten.

Darüber hinaus wird der neue Steg über die Salzach auch als sich wandelndes räumliches Erlebnis inszeniert. Der Querschnitt des Steges verändert sich fließend von einem offenen Trog zu einem den Benutzer umschließenden Raum in Stegmitte und erweitert sich wieder hin zum Auwald wo er in die artifizielle Landschaft mündet. Die in Längsrichtung verlaufenden Lamellenträger verdichten oder öffnen sich um Ausblicke auf die umgebende Landschaft zu rahmen und in Szene zu setzen. In das Deck integrierte Sitzmöglichkeiten laden an diesen Panoramapunkten zum Verweilen ein.Die Einbindung der Brücke in das weiterführende Wegenetz war ein weiteres wichtiges Entwurfskriterium. Der Gegensatz Siedlungsraum / Naturraum prägt auch die unterschiedliche Ausformung der Einmündungsgebiete der Brücke an den beiden Ufern.Auf der Seite Aigen wird die Brücke als kontinuierliche Fortführung der ankommenden Struktur verstanden. Als Reaktion auf die versetzt ankommende Straße ergibt sich der bogenförmige Brückengrundriss. Hierdurch wird eine homogene Fortsetzung der Straßenflucht erzielt.Auf der Seite Josefiau wird der Treppelweg als Haupttraverse mit dem ungeordneten Wegenetz des Auwalds in der platzartigen Aufweitung der artifiziellen Landschaft des Brückenendes zusammengeführt. Durch die Platzsituation wird auch ein natürlicher Richtungswechsel zur 90° zur Brücke verlaufenden Hauptachse ermöglicht.