DT – Universität Salzburg Neubau Labor

2. Stufiger Wettbewerb 3. Platz

UNIVERSITÄT SALZBURG ``NEUBAU LABOR``

01
PROJEKT DATEN

Bauherr: Universität Salzburg 2013
Nutzfläche: 8.500m2
Architekt: Martin Oberascher,
Projekt Team: Alexander Matl, Hannes Tallafuss

GU Arge: Hartl Bau GmbH / Steiner Bau GmbH / Doll Bau GmbH

Fachplaner:
Statik: Ingenieurbüro Wimmer + Partner ZT GmbH
Fassadenplanung: Bollinger Grohmann Schneider ZT GmbH
Bauphysik: Zivilingenieur Arge Lukas & Graml
HKLS Planung: Dick + Harner GmbH
Elektro Planung: Pürcher Planungs GmbH
Laborplanung: Dr. Heinekamp Labor- und Institutsplanung GmbH

02
Projektbeschreibung

Eine wichtige Rolle in einem modernen städtischen Kontext bilden Forschungszentren. Nicht nur für die wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt, sondern auch als Motor für eine vielfältige Stadtentwicklung. Die Grundlagenforschung, die in dem Gebäude stattfinden wird, spielt eine zentrale Rolle im technologischen Fortschritt einer zukunftsorientierten Gesellschaft. Durch Studenten, Lehrende, wissenschaftliches Personal aber auch durch Besucher diverser öffentlicher Veranstaltungen wird ein vielschichtiges Publikum in den Stadtteil gebracht. Dieses heterogene Bild der Nutzer, und die Wechselbeziehung zwischen Öffentlichkeit und Forschungseinrichtungen spiegelt sich auch in der Konzeption der Gebäudetypologie wieder. Die aus dem Umfeld erwachsende Basis trägt einen technologischen Hochleistungsbügel.

Materialforschung ermöglicht mit ihren technischen Laboratorien außergewöhnliche Einblicke in die inneren Zusammenhänge unterschiedlichster Substanzen. Diese sehr spezifischen und feldweise übergreifenden Ein- und Ausblicke auf Materie inspirierten uns zu dem konzeptionellen Ansatz der äußeren Hülle des schwebenden Bügels.Der urbane Platz bildet mit seiner Überdeckung durch den Bügel einen witterungsgeschützten Treffpunkt und ist die zentrale Anlaufstelle des gesamten Gebäudekomplexes. Dieser hat eine hohe öffentliche Wirkung und wird durch das Foyer mit angrenzendem Hörsaal und den Hauptzugang des Laborgebäudes bespielt. Zusätzlich ist der Platz als „Shared Space“ konzipiert, sodass auch eine Durchfahrtsmöglichkeit (Einbahnstraße Richtung Jakob Haringer Str.) für die Feuerwehr und die Anrainer der Schillerstrasse gegeben ist. Der im Erdgeschoß liegende Hörsaal (Bauteil A) bietet mit dem vorgelagerten Foyer und Vorplatz auch einen idealen Veranstaltungsraum der auch von öffentlichem Publikum autark genutzt werden kann. Der, im Obergeschoß befindliche, Hörsaal ist vornehmlich der internen Lehre zugeordnet. Der gesamte Bereich der Lehre ist im Bauteil A untergebracht. Dieser ist (wenn auch durch elektronische Zugangsschleusen gesichert) ab dem 2.OG mit dem Laborgebäude (Bauteil B) verbunden. Weiters ist eine Anbindung an das Gebäude der Computerwissenschaften vorgesehen die eine eventuelle Mitnutzung der Hörsäle ermöglicht.Städtebaulich orientiert sich das Projekt zu den anderen vorhandenen Baukörpern der „Science City“. Es bildet mit dem flankierenden IQ-Gebäude das Eingangstor zum Technologie Park.Mit dem Lückenschluss durch das neue Universitätsgebäude schließt sich ein Ring von Bauten, die mit den umliegenden Einrichtungen (Computerwissenschaften, Techno Z, BFI, und IQ-Gebäude) den Technologie Campus „Science City“ bilden. Als nächste Ausbaustufe empfehlen wir anstelle der jetzigen Tankstelle einen zentralen Park zu errichten. Dieser Platz, um den sich die diversen Universitäts-, Forschungs- und Technologieeinrichtungen gruppieren komplettiert als Herzstück den Campus.Auf die dahinterliegende angrenzende Bebauungsstruktur (2 Vollgeschoße +ausgebautes Dachgeschoß, mit EG Niveau auf +1,5m) wird besonders Rücksicht genommen. Grundsätzlich wird bei der Höhenentwicklung des Bauvolumens darauf geachtet vier Vollgeschoße nicht zu überschreiten wobei das Technikgeschoss unter dem Winkel von 45° zurückspringt. Das aufgesetzte Technikgeschoss springt im südlichen Bauteil B 4.5m zurück, so dass sich das Volumen innerhalb der 45 Grad Linie der erlaubten Bebauungsrichtlinien befindet.

Integrale Laborplanung:
Labor und Institutsplanungsbüro Dr. Heinekamp

Die technischen und räumlichen Anforderungen an heutige Laboreinrichtungen befinden sich in ständigem Wandel. Grundlagenforschung impliziert eine ständige Adaptierbarkeit um beste Voraussetzungen für Forschung auf höchstem Niveau zu gewährleisten.Die Laborbereiche sind höchst flexibel konzipiert. Der Grundtypus der Labore ist auf dem Achsraster von 9,60m aufgebaut der eine höchst effiziente Einrichtung gepaart mit multiplen Grundrissformen gewährleistet.In dieser Wettbewerbsphase wird besonders auf die räumliche Nähe von Computer- und Laborarbeitsplätzen Rücksicht genommen. An der Fensterseite ist ein interner Gang vorgesehen der einen Vorbereich zum eigentlichen Laborbereich bildet der durch Glaswände von diesem getrennt ist.Der Laborbereich selbst ist je nach Anforderung adaptierbar. Diese Einheiten lassen sich bei Bedarf in kleinere Laboreinheiten teilen und ermöglichen einen flexiblen Einbau von Kühl und Lagerbereichen die direkt vom Labor zugänglich sind. So lässt sich ein Grossraumlabor von 165m² in bis zu 8 Einheiten unterteilen. Dieses Schema stellt sicher das dieses Labor nicht nur den heute gegebenen Anforderungen entspricht sondern auch eine gute Forschungsbasis für zukünftige Entwicklungen bietet.