DT – Wohnquartier „Stadtpark Lehen“

Projekt

Wohnquartier ``Stadt Park Lehen``

01
Projekt Daten

Baubeginn: 2016
BGF: 12.000m2
Wohneinheiten: 105

Bauherr:
GSWB residential housing company

Architekten:
MOA Martin Oberascher & Partner Architekten ZT GmbH
in Kooperation mit PLOV ZT GmbH
Landschaftsarchitekten: Atelier Auböck + Kárász

Team MOA: Alexander Matl, Xavier Delanoue, Thomas Buseck, Mostafa El Sadany, Hannes Tallafuss, Andreas Körner

Konsulenten:
Statik: Brandstätter ZT GmbH
HKLS, ELO: TAP GmbH
Bauphysik: Zivilingenieur-Arge
Kanalplnung: Felber Richter Zivilingenieure

Ausführende Firmen:
Teil GU: Spiluttini Bau GmbH
Elektro: Elektro Schartner GmbH & Co. KG
HKLS: Urdl HKLS-Technik e.U.

02
Projektbeschreibung

Das Wohnbauprojekt „Stadtpark Lehen“ befindet sich an einer der Haupteinzugsstraßen von Salzburg. Die besondere Eigenheit dieses Bauplatzes ist der Schnittstellencharakter an denen sich unterschiedlichste Strukturen treffen. Bezogen auf die Frequenz der Besucher, Passanten und Bewohner gibt es zum einen die extrem frequentierte Ignaz Harrer Straße, die einer urbanen Kernzone entspricht und auf der anderen Seite einen Park der als Erholungsgebiet dient und der von einer losen heterogenen Siedlungsstruktur umgeben ist.

Ziel des Entwurfes ist es, anstatt eine undurchlässige Barriere zwischen Straße und Stadtpark zu errichten, eine Bebauungsstruktur zu schaffen die durch abrücken von der Straßenflucht, zusätzliche Quartiersplätze schafft, die urbane Qualitäten aufweisen.

Die verbindende Bautypologie soll sowohl einen Anschluss an die Gebäudestruktur der inneren Ignaz Harrer Straße erzeugen, als auch das dahinter liegende Umfeld in den städtischen Raum integrieren. Daher wird die Geschlossenheit des Baukörpers zugunsten der Zugänglichkeit des dahinterliegenden Erholungsgebiets mit Durchgängen versehen. Dies geschieht durch großzügig ausformulierte Tor-Situationen, die gelenkartig den mäandernden Baukörper auffächern. Diese Durchgänge ermöglichen wichtige städtebauliche Blickbeziehungen zwischen dem urbanen Quartiersplätzen und dem dahinterliegenden Park- und Erholungsbereichen.

Trotz der partiellen Durchlässigkeit der Baukörper, wird der dahinterliegende Park, von der massiven Schallimmission der Ignaz Harrer Straße, durch die durchlaufende Großform geschützt. Diese erfährt auch eine Höhenabstufung die einen Übergang vom urbanen Maßstab der Ignaz Harrer-Straße zu der niedrigen Bebauung im Umfeld des angrenzenden Stadtparks erzeugt.

Durch Einführung von charakteristischen Gebäudemerkmalen ist es eine Identifizierung der zukünftigen Nutzer sowie auch der Stadtteilbewohner mit dem Areal zu ermöglichen. Dies geschieht vorrangig durch Merkmale wie zum Beispiel graduell verlaufende Fassadenöffnungen und kohärent dazu verlaufende Farbgebung der Fassadenfelder, sowie ondulierende Balkon Typologien an der Parkseite.

Dadurch ergibt sich ein moduliertes, abwechslungsreiches Stadtbild, das dennoch einheitlich wirkt und so der Siedlung eine starke Charakteristik verleiht.