Projekt
Nahverkehrsknoten Urfahr-Ost & Hafenstraße
Wettbewerb: 3.Platz
Ort: Linz, Oberösterreich
Datum: 2025
Bauherr: Schiene OÖ GmbH & Co KG
Architekt: Martin Oberascher,
Projekt Team: Alexander Matl, Katharina Bacher, Mascha Gonopolskaja
Fachplaner:
Statik: Brandstätter ZT GmbH
Freiraumplanung: Allee42
Das architektonische Konzept beruht auf einer, sich über den gesamten Bauplatz aufgespannten Netz-Struktur. Aus dieser entsteht ein Feldraster dem unterschiedliche Funktionen und Nutzungen zugewiesen werden. Es werden schollenartige architektonische Dachscheiben gebildet, die mit der Freiraumlandschaft korrespondieren und in die städtische Umgebung eingebettet sind.
Auch die Naturlichtfelder (=Glasoberlichter im Dach und in der Passage) folgen diesem Netzraster und gliedern sich harmonisch in die Landschaft ein. Es entwickelt sich ein Personenleitsystem, dass im Passagenbereich durch Kunstlichtfelder ergänzt wird und die Menschen durch die Passage geleitet.
Hauptzugänge zur Passage sind durch großzügig abgesenkte Freiraumbereiche gestaltet und gewährleisten ein angenehmes Ein- und Austreten in den unteren Bereichen des Nahverkehrsknoten. Diese weitläufige Absenkung der Landschaft ermöglicht einen tiefen Tageslichteintrag auch im inneren des Passagenbereiches. Die Naturlichtfelder im Zentralbereich ergänzen die Tageslichtwirkung und leiten auf natürliche weise die Besucher durch das Untergeschoss des Nahverkehrsknoten.
Die dafür vorgesehene Treppenanlage ist mit Verweilzonen ergänzt, die von den Freibereichen des Restaurants mitgenutzt werden können.
Die Dachkonstruktion der Bahnsteige und der Passagenabgänge ist eine Stahl-Glas Konstruktion bestehend aus aufgeständerten Stahlträgerrost mit Glasdachbereichen.
Dachuntersichten: Zonierung der Verkehrsflächen (Bahnsteige, Auf-/Abgänge zur Passage & Bushaltestelle) mittels abgehängter Deckenfelder: Erschließungsflächen akzentuiert mittels Lichtverteilungs-Schienen ( Kunst- & Natur-Lichtfelder), Aufenthalts- / Wartebereiche mit Aluminiumverbundplatten perforiert als Akustik-Paneele.
Fassaden werden als Pfostenriegelkonstruktion mit Glas bzw. Paneel Füllungen (Wärmegedämmt) ausgeführt. Die Lifte sind allseitig verkleidete PR-Glaskonstruktionen mit satinierter horizontaler Linearbedruckung.
Station Urfahr Ost:
Die Zonierung der Passage erfolgt mittels abgehängter Deckenfelder. Die Erschließungsflächen werden durch Lichtverteilungs-Schienen ( Kunst- & Natur-Lichtfelder) akzentuiert. Die Untersichten des Daches unter den Aufenthalts- und Wartebereichen werden aus akustisch wirksamen, perforierten Aluminiumverbundplatten ausgeführt.
Die Dachoberflächen werden im Einklang mit dem Architektonischen Konzepts (Feldlinien-Raster) flächenbündig mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet.
Station Hafenstrasse:
Das Entwurfskonzept in der Hafenstraße sowie bei den freistehenden Bushaltestellen folgt im Prinzip den Gestaltungskonzept der Station Urfahr Ost.
Als zusätzliches Gestaltungselement wurde begrünte Ranknetze eingeführt, die zum einen eine Verschattung der Stationsbereiche, als auch einen natürlichen visuellen Sichtschutz zur Kleingartensiedlung bewirken soll.