Museum Festung Hohensalzburg

Projekt

Zeughaus-Museum Festung Hohensalzburg

01
PROJEKT DATEN

Ort: Salzburg, Österreich
Bauherr: Burgen und Schlösser Salzburg
Nutzfläche: 540m2
Status: fertig
Projekt Team: Alexander Matl, Andreas Körner

Fachplaner:
Ausstellungsgestaltung: Eidos ZT GmbH
Statik: Brandstätter ZT GmbH
Haustechnik: Dick + Harner GmbH
Bauphysik: IB Rothbacher
Denkmalschutz: Dr. Fuchsberger
Geometer: Linsinger ZT GmbH
Brandschutz: TB Golser
Lichtplanung: Franz Ainz

Baufirma: Kreuzberger Bau Salzburg GmbH
Schlosser: Zeugschlosser Ulrich Jacubek e.U.

02
Projektbeschreibung

Das alte Zeughaus, im Burghof der Festung Hohensalzburg, wurde als Werkstatt, Feuerwehrremise und Shop genutzt. Diese eindrucksvolle Gewölbehalle aus dem 17. Jahrhundert wieder für Besucher erlebbar zu machen war das Ziel des Projekts. Es galt Einbauten aus jüngerer Zeit zu entfernen und ein Museum, inklusive Museums- bzw. Burgshop nach heutigem Standard zu implementieren, die den hochfrequenten touristischen Ansprüchen auf der Festung entsprechen. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt wurden diese Umbauarbeiten in Angriff genommen um dem historischen Gewölbe des Zeughauses (= ehemaliges Kanonendepot) seine ursprünglichen Wirkung zurückzugeben. Die gesamte Technik (Lüftung, Heizung und Ausstellungstechnik) wurde im neu hergestellten Boden untergebracht, sodass der historische Bestand nicht beeinträchtigt wurde. Als Raumabschluss wurden innenliegende Portale hergestellt die Zugangs und Fluchtmöglichkeiten bieten.

Diese, aus dem 17. Jh. stammende, Halle mit großem Pfeilergewölbe beherbergt die Hauptausstellung. Die durch die Pfeiler des Gewölbes rhytmisierte Halle ermöglicht eine freie Durchwegung der Ausstellung in der zwei Multimediazonen und ein Black-Box Raum interaktive Teilbereiche bilden. So ist es dem Besucher möglich den Umfang der Ausstellungsstücke bei betreten dieses Raumes zu erfassen und einen eigenen Weg von Objekt zu Objekt zu wählen. Dieser nicht lineare Aufbau ermöglicht ein individuelles Erforschen der gezeigten Exponate. Das fördert wiederum die Eigenidentifikation mit der dargestellten Geschichte. Um kognitives und emotionales Erfassen zu fördern ist es wichtig vielfältige Ausstellungstypen in der Hauptausstellung zu präsentieren. Neben klassischen Exponaten (reale Objekte, Artefakte) sind multimediale Bereiche (bewegte Bilder, Wand/Bodenprojektionen), multisensorische (umfassende Installationen die den Besucher physisch, intellektuell und emotional berühren) Hands on Objekte vorzusehen die das Erfassen (im wahrsten Sinne) des Themas ermöglichen. Entdecken, Verstehen, Erinnern stehen im Mittelpunkt dieses Konzeptes das das geistige Erleben des Ausstellungsinhalts fördert.

Datenschutzerklärung